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	<title>Comments on: Paulus und sein Christos</title>
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	<description>a tiny bit beyond - in no particular order</description>
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		<title>By: admin</title>
		<link>http://blog.minimeta.de/2009/02/paulus-und-sein-christos/comment-page-1/#comment-6049</link>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 10:02:13 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Jonjon,

ich habe auch keinen Zweifel daran, das sich der Messianismus des Christentums von dem der jüdischen Religion theologisch unterscheidet. Die Frage, die sich mir aber stellt, ist ob die messianistischen Bewegungen der Christen und Juden sich wirklich so stark von einander unterscheiden. M.a.W, ob also der theologische Hintergrund wirklich eine so große Rolle spielt, oder ob nicht eher das &#039;Prinzip Hoffnung&#039; (habe Bloch allerdings nie gelesen) entscheidend ist. Inwieweit man Hoffnung allerdings &#039;immer auch ein bisschen religiös eingefärbt&#039; versteht, ist vermutlich auch abhängig vom jeweiligen Verständnis von Religion. Wenn alles, was nicht immanent ist, oder sich irgendwie positivistisch aus der &#039;Wirklichkeit&#039; ableiten läßt, schon religiös ist, dann wahrscheinlich schon. 

So recht habe ich da auch keine Antworten, aber aus meiner christlichen Vergangenheit habe ich ein sehr starkes Misstrauen gegenüber allem Religiösen geerbt - und der positive Bezug auf den Messianismus bei Benjamin und Scholem irritiert mich genau deshalb.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jonjon,</p>
<p>ich habe auch keinen Zweifel daran, das sich der Messianismus des Christentums von dem der jüdischen Religion theologisch unterscheidet. Die Frage, die sich mir aber stellt, ist ob die messianistischen Bewegungen der Christen und Juden sich wirklich so stark von einander unterscheiden. M.a.W, ob also der theologische Hintergrund wirklich eine so große Rolle spielt, oder ob nicht eher das &#8216;Prinzip Hoffnung&#8217; (habe Bloch allerdings nie gelesen) entscheidend ist. Inwieweit man Hoffnung allerdings &#8216;immer auch ein bisschen religiös eingefärbt&#8217; versteht, ist vermutlich auch abhängig vom jeweiligen Verständnis von Religion. Wenn alles, was nicht immanent ist, oder sich irgendwie positivistisch aus der &#8216;Wirklichkeit&#8217; ableiten läßt, schon religiös ist, dann wahrscheinlich schon. </p>
<p>So recht habe ich da auch keine Antworten, aber aus meiner christlichen Vergangenheit habe ich ein sehr starkes Misstrauen gegenüber allem Religiösen geerbt &#8211; und der positive Bezug auf den Messianismus bei Benjamin und Scholem irritiert mich genau deshalb.</p>
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		<title>By: jonjon</title>
		<link>http://blog.minimeta.de/2009/02/paulus-und-sein-christos/comment-page-1/#comment-6030</link>
		<dc:creator>jonjon</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 18:33:45 +0000</pubDate>
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		<description>hey,

Gerhard Scheit nimmt hier, so glaube ich, einen Gedanken von Adorno auf. Für Adorno war die Geburtsstunde des utopischen Denkens in dem Gedanken der Erlösung bzw. der Überwindung des Todes verortet. 

Zitat: &lt;i&gt;&quot;Mir scheint, mehr Vorsicht wäre hier angebracht, insbesondere wenn die Scholem’sche scharfe Trennung von jüdischem und christlichen Messianismus wirklich hinfällig ist, wie Jacob Taubes1) in “Der Preis des Messianismus” behauptet. Vermutlich ist es notwendig, die Rezeption des Messianismus auch unter dem Aspekt des historischen Materialismus zu interpretieren. Die Frage müßte also lauten, was bedeutet Messianismus geschichtlich im Kontext der jeweiligen Klassenverhältnisse.&quot; &lt;/i&gt;

Gefällt mir gut, der Artikel. Ich kenne Scholem und Taubes leider nicht, jetzt weiß ich also nicht was sie hier im Detail kritisieren/argumentieren. Aber ich glaube schon dass Christentum und Judaismus sich auch hinsichtlich des &quot;Messianismus&quot; deutlich unterscheiden: Schon allein deshalb, weil Jesus im Christentum eben schon da war! Er hat sein Opfer schon gebracht - die Botschaft ist also: Wir können es schaffen, wir haben alle Möglichkeiten, das Wunder ist vollbracht usw... usf. Der Judaismus hat diese noch nicht: Da gibt es noch das Warten auf das Wunder. 
Außerdem stellt gerade Badiou heraus (hinsichtlich Paulus) dass das Judentum die Religion der Schrift (und also des Gesetzes) ist, während das Christentum mehr auf das Ereignis selbst (und das Bekennen des Ereignisses) bedacht ist.

Ich glaube das Problem ist nun mal, dass das &quot;Prinzip Hoffnung&quot; immer auch ein bisschen religiös eingefärbt ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hey,</p>
<p>Gerhard Scheit nimmt hier, so glaube ich, einen Gedanken von Adorno auf. Für Adorno war die Geburtsstunde des utopischen Denkens in dem Gedanken der Erlösung bzw. der Überwindung des Todes verortet. </p>
<p>Zitat: <i>&#8220;Mir scheint, mehr Vorsicht wäre hier angebracht, insbesondere wenn die Scholem’sche scharfe Trennung von jüdischem und christlichen Messianismus wirklich hinfällig ist, wie Jacob Taubes1) in “Der Preis des Messianismus” behauptet. Vermutlich ist es notwendig, die Rezeption des Messianismus auch unter dem Aspekt des historischen Materialismus zu interpretieren. Die Frage müßte also lauten, was bedeutet Messianismus geschichtlich im Kontext der jeweiligen Klassenverhältnisse.&#8221; </i></p>
<p>Gefällt mir gut, der Artikel. Ich kenne Scholem und Taubes leider nicht, jetzt weiß ich also nicht was sie hier im Detail kritisieren/argumentieren. Aber ich glaube schon dass Christentum und Judaismus sich auch hinsichtlich des &#8220;Messianismus&#8221; deutlich unterscheiden: Schon allein deshalb, weil Jesus im Christentum eben schon da war! Er hat sein Opfer schon gebracht &#8211; die Botschaft ist also: Wir können es schaffen, wir haben alle Möglichkeiten, das Wunder ist vollbracht usw&#8230; usf. Der Judaismus hat diese noch nicht: Da gibt es noch das Warten auf das Wunder.<br />
Außerdem stellt gerade Badiou heraus (hinsichtlich Paulus) dass das Judentum die Religion der Schrift (und also des Gesetzes) ist, während das Christentum mehr auf das Ereignis selbst (und das Bekennen des Ereignisses) bedacht ist.</p>
<p>Ich glaube das Problem ist nun mal, dass das &#8220;Prinzip Hoffnung&#8221; immer auch ein bisschen religiös eingefärbt ist.</p>
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		<title>By: minimeta material &#187; Blog Archive &#187; Aussen Jahwe, innen Jesus - alles Käse?</title>
		<link>http://blog.minimeta.de/2009/02/paulus-und-sein-christos/comment-page-1/#comment-1175</link>
		<dc:creator>minimeta material &#187; Blog Archive &#187; Aussen Jahwe, innen Jesus - alles Käse?</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 21:27:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] &#171; Paulus und sein Christos [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &laquo; Paulus und sein Christos [...]</p>
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