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	<title>minimeta material &#187; fabrik potsdam</title>
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	<description>a tiny bit beyond - in no particular order</description>
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		<title>Litó Walkey &amp; Carlos Pez: Like That, Like This</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 10:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caribu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fabrik potsdam]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie schon der Titel andeutet, besteht das Vokabular dieser Choreographie aus Gesten. Genauer: Aus dem Nachahmen, Aufgreifen und Weiterentwickeln von unwillkürlichen Gesten,  von den kleinen Blicken, den Augen- und Handbewegungen, dem Vor- und Zurück einer Beziehungsaufnahme. Mal tauchen diese Gesten verbatim auf, mal umschreibt die Choreographie sie mit größeren Abläufen, die fast an Tanztheater grenzen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon der Titel andeutet, besteht das Vokabular dieser Choreographie aus Gesten. Genauer: Aus dem Nachahmen, Aufgreifen und Weiterentwickeln von unwillkürlichen Gesten,  von den kleinen Blicken, den Augen- und Handbewegungen, dem Vor- und Zurück einer Beziehungsaufnahme. Mal tauchen diese Gesten verbatim auf, mal umschreibt die Choreographie sie mit größeren Abläufen, die fast an Tanztheater grenzen. So zum Beispiel der Elch, der &#8211; in den einleitenden Worten beschrieben &#8211; sich später halb sichtbar, halb unsichtbar durch den tschechov&#8217;schen Birkenwald bewegt.</p>
<p><span id="more-137"></span>Im Mittelpunkt der Choreographie steht aber die &#8220;unwillkürliche&#8221; Geste &#8211; was sich als sehr sperriges Bewegungsmaterial im Tanzkontext erweist. Und dies, obwohl durch Visionen oder Drogen induzierte unwillkürliche Bewegungen  in rituellen Tänzen zu den Urahnen des Bühnentanzes zählen. Solche, durch Wucht und Geschwindigkeit aufgeladene Bewegungen tauchen in &#8220;Like that, like this&#8221; zwar auf, dienen aber eher der Betonung der kleinen Gesten und Blicke, die den Großteil der Performance ausmachen. Dies umso mehr, als die &#8220;großen&#8221; Gesten in &#8220;Like That, Like This&#8221; häufig nach kurzer Zeit in Erschöpfung sowohl ihrer selbst als auch der Performer enden, die dann am Boden liegend zurückbleiben.</p>
<p>Neben dieser Dynamik ist die Bewegungsdramaturgie des Stückes von gegenseitigem, unvollständigem Nachahmen der beiden Performer geprägt: Like that! Like this? No like that! in vielen in einander verschränkten Abläufen. Dieses &#8220;Stottern&#8221; und die &#8220;unwillkürlichen&#8221; Gesten geben der Performance ein hohes Mass an Fragilität. Verstärkt wird diese Fragilität noch durch das halb schüchterne, halb herausfordernde Lächeln ins Publikum, oder durch ebensolche Blicke, und man fühlt sich als Zuschauer nie sicher. Weder sicher hinter der vierten Wand, die durch die Blicke durchlöchert wird, noch sicher über die Intention des Stücks, noch sicher in den gewohnten Genregrenzen.</p>
<p>Dieser Unsicherheit wirken allerdings Licht- und Tondesign (von Bruno Pocheron und <a title="klingt.org Boris Hauf" href="http://hauf.klingt.org " target="_blank">Boris Hauf</a> respektive) entgegen, die beide den Eindruck von Tanztheater virtuos aufgreifen und das Publikum mit auf eine Reise nehmen, deren Ziel eher in den je individuellen Fantasien der Zuschauer als in der Choreographie verborgen liegt.</p>
<p>So spannend das Material ist, das &#8216;Like that, like this&#8217; aufgreift &#8211; es blieb schwierig für mich, einen Bezug zur Performance oder zu den Performern aufzubauen. Die Übersetzung von Gesten und Blicken &#8211; ja mehr eine Domäne der Schauspielerei als des Tanzes &#8211; wird sicher auch dadurch nicht leichter, dass ich als Zuschauer eher in der Position des unbeteiligten Dritten als der des Adressaten war.</p>
<p>&#8220;Like That, Like This&#8221; war in der <a title="fabrik potsdam: like that like this" href="http://www.fabrikpotsdam.de/index.php?p=programm&amp;id=498&amp;lang=DE" target="_blank">fabrik potsdam</a> zu sehen, und wird noch im Kampnagel in Hamburg gezeigt werden.</p>
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		<title>Busy Rocks: Throwing Rocks / Keeping Busy Keeping Still</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 12:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caribu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[der lauf der dinge]]></category>
		<category><![CDATA[fabrik potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstleuchten]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Nochmal Herbstleuchten Festival in der Fabrik Potsdam, diesmal zwei Performances, die jeweils wiederum aus mehreren Teilen bestanden, der P.A.R.T.S Student/innen Franziska Aigner, Fabián Barba, Marisa Cabal, Tuur Marinus und Gabriel Schenker. Im ersten Teil die ersten Performance wurde Tanz auf das Zittern schön ausgebildeter Muskeln an wirklich schönen Körpern reduziert &#8211; minimale Bewegung und maximaler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal Herbstleuchten Festival in der <a title="Fabrik Potsdam: Busy Rocks beim Herbstleuchten" href="http://fabrikpotsdam.de/index.php?p=programm&amp;id=496&amp;lang=DE">Fabrik Potsdam</a>, diesmal zwei Performances, die jeweils wiederum aus mehreren Teilen bestanden, der <a title="P.A.R.T.S" href="http://www.parts.be/" target="_blank">P.A.R.T.S </a>Student/innen Franziska Aigner, Fabián Barba, Marisa Cabal, Tuur Marinus und Gabriel Schenker.</p>
<p>Im ersten Teil die ersten Performance wurde Tanz auf das Zittern schön ausgebildeter Muskeln an wirklich schönen Körpern reduziert &#8211; minimale Bewegung und maximaler Tanz. So recht konnte ich aber damit nichts anfangen, ein Gefühl, dass sich dann auch in den weiteren Teilen dieser ersten Performance fortsetzte. Zu sehen waren noch ein menschlicher, nicht ganz runder Ball, der zu klassischer Musik über die Bühne rollte, sowie ein Video.</p>
<p>Die zweite Performance war offensichtlich eine Hommage an &#8216;<a title="Imdb: Der Lauf der Dinge" href="http://www.imdb.com/title/tt0094300/" target="_blank">Der Lauf der Dinge</a>&#8216; von <a title="TC Film: Der Lauf der Dinge" href="http://www.tcfilm.ch/lauf_txt_d.htm" target="_blank">Peter Fischli und David Weiss</a> (<a title="Amazon.de: Der Lauf der Dinge kaufen" href="http://www.amazon.de/Lauf-Dinge-Way-Things-Go/dp/9054691441/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1223646152&amp;sr=8-2" target="_blank">1987, T&amp;C film</a>), aber was für eine. Statt Leitern, Autoreifen, Feuer, Wasser, Balken usw. sind drei Performer/innen auf der Bühne und werden nach und nach zu den verschiedensten Materialien, die einen einmal begonnen Impuls immer wieder aufgreifen, umwandeln und weiterreichen. Vor den Augen spielt sich der Lauf der Dinge ab, stumm, langsam und faszinierend. Das hier Menschen Objekte imitieren, irritiert nie. Im Gegenteil, in der sehr überzeugenden Darstellung der verschiedenen Materialitäten liegt viel Spannung.</p>
<p><span id="more-131"></span></p>
<p>Natürlich ist die Kontrolle über den Fluss, die beim Lauf der Dinge in der peniblen Planung und Ausführung und somit in der Vergangenheit liegt, hier auch gegenwärtig in den fast unmerklichen Verstärkungen, die jeder Impuls erfährt, wenn er von einem Körper zum nächsten geleitet wird. Aber dies erzeugt in erster Linie eine andere Aufmerksamkeit, weniger ein Wundern wie beim Lauf der Dinge als ein Betrachten. Die so wichtige spielerische Qualität bleibt aber voll erhalten.</p>
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="420" height="336" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.dailymotion.com/swf/k66rIrmEHv6IupqNy4&amp;related=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="420" height="336" src="http://www.dailymotion.com/swf/k66rIrmEHv6IupqNy4&amp;related=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<strong><a href="http://www.dailymotion.com/video/x3sw8k_der-lauf-der-dinge_creation">Der Lauf der Dinge</a></strong><br />
<em>Hochgeladen von <a href="http://www.dailymotion.com/jeanbeatles">jeanbeatles</a></em></div>
<p>Die zweite Performance bestand ebenfalls aus mehreren Teilen. Nach dem Lauf der Dinge, der im Orginal ja ein ziemliches Chaos hinterläßt, kam das Saubermachen. Die Performer/innen wurden zu Staubsauger und Wischmop und &#8216;putzten&#8217; die Bühne. Vielleicht etwas zu lang, war das interessante an diesem Teil, die Nähe, die zwischen den hausfräulichen Bewegungen und denen des klassischen Balletts erzeugt wurde. Der dritte Teil, wieder ein Video &#8211; Zeitrafferaufnahmen aus Proben zu der Lauf der Dinge. Witzig durch den Slapstick-Effekt, war dieser Teil trotzdem meiner Meinung nach unnötig und sorgte eher für Ablenkung von dem schon erreichten.</p>
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		<title>Colette Sadler: The Making of Doubt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 11:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caribu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Colette Sadler]]></category>
		<category><![CDATA[fabrik potsdam]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorgestern habe ich &#8220;The Making of Doubt&#8221; von Colette Sadler in der fabrik potsdam gesehen. Es ist ein Tanzstück mit vier Tänzer/innen und vier &#8220;Puppen&#8221;. Zwei der Puppen sind sehr bis zur Verwechslung menschenähnlich und zwei sind menschengroße Pappen. Das Stück besteht aus drei Teilen, im ersten Teil wird mit den menschenähnlichen Puppen gespielt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern habe ich <a title="fabrik potsdam: the making of doubt" href="http://fabrikpotsdam.de/index.php?p=programm&amp;id=493&amp;lang=DE" target="_blank">&#8220;The Making of Doubt&#8221; von Colette Sadler in der fabrik potsdam</a> gesehen. Es ist ein Tanzstück mit vier Tänzer/innen und vier &#8220;Puppen&#8221;. Zwei der Puppen sind sehr bis zur Verwechslung menschenähnlich und zwei sind menschengroße Pappen. Das Stück besteht aus drei Teilen, im ersten Teil wird mit den menschenähnlichen Puppen gespielt und getanzt, im zweiten Teil kommen die  Pappen zum Einsatz und im dritten Teil verwenden die Tänzer/innen zusätzliche, künstliche Gliedmassen.</p>
<blockquote>
<div id="attachment_100" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/10/461px-mori_uncanny_valleysvg.png"><img class="size-medium wp-image-100" title="461px-mori_uncanny_valleysvg" src="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/10/461px-mori_uncanny_valleysvg-300x234.png" alt="The Uncanny Valley" width="300" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">The Uncanny Valley</p></div>
<p>[Hypothesized emotional response of human subjects is plotted against anthropomorphism of a robot, following Mori's statements. The uncanny valley is the region of negative emotional response towards robots that seem "almost human." Movement amplifies the emotional response. [image from <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Uncanny_Valley" target="_blank">wikipedia</a>]</p></blockquote>
<p><span id="more-99"></span>Durch diesen Einsatz von puppenartigen Requisten wird das Tanzstück zum Figurentheater. Figuren und Menschen werden fast gleichberechtigt eingesetzt. Die Menschenpuppen tanzen wie Menschen und die Menschen tanzen wie Puppen, fallen in sich zusammen, benötigen den Halt von andern Tänzer/innen, bewegen sich am Rand des Lebendigen.</p>
<p>Dies erzeugt über das Stück hinweg einen leichten Grusel, man fühlt sich besonders im ersten Teil an Zombie-Filme erinnert, da die Bewegungen scheinbar ziellos und ungelenk wirken. Die Unheimlichkeit wird verstärkt durch die Schwierigkeit, Menschen und Puppen auseinanderzuhalten. Zum Ende des ersten Teils entledigen sich die Tänzer/innen der Puppen auf zum Teil recht drastische Art und verschwinden hinter den Pappen.</p>
<p>Von nun an sind während des zweiten Teils die Menschen unsichtbar, und es tanzen nur noch die Pappen. Diese Pappen werden zu Masken, die viel eleganter tanzen, als vorher die Menschen. Sie stehen vielleicht für eine nostalgische Vorstellung von Tanz als Körperästhetik. Als Masken verkörpern sie aber auch die Unmöglichkeit, sich dieser veralteten Ästhethik ungebrochen und direkt zu bedienen. Eingefasst zwischen den Zombies des ersten und den Mutanten des dritten Teils, bekommt diese Szene, zumal sie im Gegensatz zu den anderen Teilen von Tanzmusik unterlegt ist, den Charakter eines Traumes.</p>
<p>Der dritte Teil ist das Aufwachen in einer neuen Realität. Die Tänzer/innen haben sich verändert, haben entweder einen Arm oder ein Bein mehr. Die jetzt beginnenden Bewegungen haben sowohl den Charakter einer Erforschung dieser neuen Gliedmassen, als auch eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit ihnen, die eine neue Form von Tanz ermöglicht.</p>
<p>Das Stück endet damit, dass sich die Tänzer/innen ihrer zuätzlichen Arme und Beine entledigen und wieder zu nakten Menschen werden.</p>
<p>Im Prinzip sehr unterhaltsam, so wie auch Zombiefilme unterhaltsam und spannend sein können, fehlt dem Stück eine Konsequenz. Weder ruhig und gelassen im Umgang mit dem Unheimlichen, noch das Unheimliche wirklich bejahend, noch das Spiel mit den Figuren vollständig zum ziellosen Spiel werden lassend, war ich mir am Ende nicht klar, welche Haltung das Stück zu Menschen und Figuren einnehmen wollte.</p>
<p>Auf dem Weg in das Uncanny Valley scheint mir Colette Sadler auf den Hängen des Tal stehengeblieben zu sein, um einen Blick zu werfen, bis zur Talsohle will sie das Publikum aber nicht mitnehmen.</p>
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