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	<title>minimeta material &#187; Writing</title>
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	<description>a tiny bit beyond - in no particular order</description>
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		<title>Colette Sadler: The Making of Doubt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 11:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caribu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Colette Sadler]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorgestern habe ich &#8220;The Making of Doubt&#8221; von Colette Sadler in der fabrik potsdam gesehen. Es ist ein Tanzstück mit vier Tänzer/innen und vier &#8220;Puppen&#8221;. Zwei der Puppen sind sehr bis zur Verwechslung menschenähnlich und zwei sind menschengroße Pappen. Das Stück besteht aus drei Teilen, im ersten Teil wird mit den menschenähnlichen Puppen gespielt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern habe ich <a title="fabrik potsdam: the making of doubt" href="http://fabrikpotsdam.de/index.php?p=programm&amp;id=493&amp;lang=DE" target="_blank">&#8220;The Making of Doubt&#8221; von Colette Sadler in der fabrik potsdam</a> gesehen. Es ist ein Tanzstück mit vier Tänzer/innen und vier &#8220;Puppen&#8221;. Zwei der Puppen sind sehr bis zur Verwechslung menschenähnlich und zwei sind menschengroße Pappen. Das Stück besteht aus drei Teilen, im ersten Teil wird mit den menschenähnlichen Puppen gespielt und getanzt, im zweiten Teil kommen die  Pappen zum Einsatz und im dritten Teil verwenden die Tänzer/innen zusätzliche, künstliche Gliedmassen.</p>
<blockquote>
<div id="attachment_100" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/10/461px-mori_uncanny_valleysvg.png"><img class="size-medium wp-image-100" title="461px-mori_uncanny_valleysvg" src="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/10/461px-mori_uncanny_valleysvg-300x234.png" alt="The Uncanny Valley" width="300" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">The Uncanny Valley</p></div>
<p>[Hypothesized emotional response of human subjects is plotted against anthropomorphism of a robot, following Mori's statements. The uncanny valley is the region of negative emotional response towards robots that seem "almost human." Movement amplifies the emotional response. [image from <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Uncanny_Valley" target="_blank">wikipedia</a>]</p></blockquote>
<p><span id="more-99"></span>Durch diesen Einsatz von puppenartigen Requisten wird das Tanzstück zum Figurentheater. Figuren und Menschen werden fast gleichberechtigt eingesetzt. Die Menschenpuppen tanzen wie Menschen und die Menschen tanzen wie Puppen, fallen in sich zusammen, benötigen den Halt von andern Tänzer/innen, bewegen sich am Rand des Lebendigen.</p>
<p>Dies erzeugt über das Stück hinweg einen leichten Grusel, man fühlt sich besonders im ersten Teil an Zombie-Filme erinnert, da die Bewegungen scheinbar ziellos und ungelenk wirken. Die Unheimlichkeit wird verstärkt durch die Schwierigkeit, Menschen und Puppen auseinanderzuhalten. Zum Ende des ersten Teils entledigen sich die Tänzer/innen der Puppen auf zum Teil recht drastische Art und verschwinden hinter den Pappen.</p>
<p>Von nun an sind während des zweiten Teils die Menschen unsichtbar, und es tanzen nur noch die Pappen. Diese Pappen werden zu Masken, die viel eleganter tanzen, als vorher die Menschen. Sie stehen vielleicht für eine nostalgische Vorstellung von Tanz als Körperästhetik. Als Masken verkörpern sie aber auch die Unmöglichkeit, sich dieser veralteten Ästhethik ungebrochen und direkt zu bedienen. Eingefasst zwischen den Zombies des ersten und den Mutanten des dritten Teils, bekommt diese Szene, zumal sie im Gegensatz zu den anderen Teilen von Tanzmusik unterlegt ist, den Charakter eines Traumes.</p>
<p>Der dritte Teil ist das Aufwachen in einer neuen Realität. Die Tänzer/innen haben sich verändert, haben entweder einen Arm oder ein Bein mehr. Die jetzt beginnenden Bewegungen haben sowohl den Charakter einer Erforschung dieser neuen Gliedmassen, als auch eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit ihnen, die eine neue Form von Tanz ermöglicht.</p>
<p>Das Stück endet damit, dass sich die Tänzer/innen ihrer zuätzlichen Arme und Beine entledigen und wieder zu nakten Menschen werden.</p>
<p>Im Prinzip sehr unterhaltsam, so wie auch Zombiefilme unterhaltsam und spannend sein können, fehlt dem Stück eine Konsequenz. Weder ruhig und gelassen im Umgang mit dem Unheimlichen, noch das Unheimliche wirklich bejahend, noch das Spiel mit den Figuren vollständig zum ziellosen Spiel werden lassend, war ich mir am Ende nicht klar, welche Haltung das Stück zu Menschen und Figuren einnehmen wollte.</p>
<p>Auf dem Weg in das Uncanny Valley scheint mir Colette Sadler auf den Hängen des Tal stehengeblieben zu sein, um einen Blick zu werfen, bis zur Talsohle will sie das Publikum aber nicht mitnehmen.</p>
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		<title>Die Tage sind gezählt, zum Zweiten</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 07:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>caribu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Activities]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 18.9. habe ich meinen Vortrag im Ausland gehalten. Es waren ca. 20 Leute da, viele bekannte Gesichter, aber auch einige mir unbekannte. Der Vortrag selber lief nicht so gut wie ich gehofft hatte, ich hätte wohl noch etwas üben sollen. Ich denke zwar, dass es mir gelungen ist, das Thema und meine Informationen bzw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_80" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/09/facharbeiter-detail.png"><img class="size-medium wp-image-80" title="facharbeiter-detail" src="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/09/facharbeiter-detail-300x216.png" alt="Those were the days - skilled workers working hard" width="300" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Those were the days - skilled workers working hard</p></div>
<p>Am 18.9. habe ich meinen Vortrag im Ausland gehalten. Es waren ca. 20 Leute da, viele bekannte Gesichter, aber auch einige mir unbekannte. Der Vortrag selber lief nicht so gut wie ich gehofft hatte, ich hätte wohl noch etwas üben sollen. Ich denke zwar, dass es mir gelungen ist, das Thema und meine Informationen bzw. Thesen zu vermitteln, aber ich bin daran gescheitert, meine Haltung zu diesen Fragen deutlich zu machen.</p>
<p><span id="more-77"></span>Immerhin habe ich aber Erfahrungen gesammelt, und sollte ich diesen Vortrag noch einmal halten, dann könnten diese Erfahrungen nützlich sein. Zwei Dinge waren auffällig:</p>
<p>1. So gut wie niemand hat Fragen oder Kommentare zum &#8216;historischen Teil&#8217; des Vortrags gestellt. Die einzige Anmerkung, die dazu kam, habe ich nicht schnell genug als solche entziffert. Es war das uralte Argument: Die Menschen sind schlecht, tragedy of the commons und so. Dieses überhistorische Argument kann man natürlich eigentlich nur historisch beantworten, aber darauf kam ich nicht schnell genug. Nächstes Mal. Und vielleicht sollte ich nächstes Mal auch die Reihenfolge umkehren und den historischen Teil an den Anfang stellen und danach die Ökonomie untersuchen.</p>
<p>2. Es reicht nicht, sich zu verkleiden, um eine ironische Distanz zum Text zu erzeugen. Ich werde wohl für das nächste Mal noch etwas genauere Überlegungen anstellen müssen, wie ich meine Vorliebe und ironische Distanz zu diesem Thema besser vermitteln kann. Die Folien (zu Mal das quasi unleserliche Reproduktionsschema) sind ein Anfang, aber scheinbar längst nicht deutlich genug.</p>
<p>Von diesen Dingen abgesehen, hat es doch in erster Linie Spass gemacht, mal wieder Marx und Empire aus der Mottenkiste zu holen. Ist schon wirklich wertvoll, dieser merkwürdig optimistische Ansatz, mit der Geschichte des Klassenkampfs umzugehen. Und dieser Optimismus passt auch gut zum Determinismus einer Zusammenbruchstheorie.</p>
<p>Die Diskussion war recht lebhaft, erst frontal mit mir als dem der Rede und Antwort stand, und später auch noch in kleineren Kreisen. Es ging viel um die nicht sofort einleuchtende Problematik, dass Maschinen keinen Mehrwert schaffen. Und natürlich auch darum, was denn nach dem vorhergesagten Zusammenbruch kommt.</p>
<p>Der schlaue Karl Korsch übrigens meinte nicht nur, aber besonders über die marxistischen Krisentheorien sagen zu müssen: &#8220;Man könnte &#8230; die ganze geschichtliche Entwicklung der sozialistischen Krisentheorie &#8230; bis in ihre letzten Einzelheiten hinein als bloße passive Widerspiegelung der jeweils vorangegangenen ökonomischen Entwicklung darstellen.&#8221;</p>
<p>Hier jetzt die Links zum <strong><a href="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/09/conradnoack-dietagesindgezaehlt.pdf">Vortrag</a></strong> und zu den <strong><a href="http://blog.minimeta.de/wp-content/uploads/2008/09/conradnoack-dietagesindgezaehlt-folien.pdf">Folien</a></strong>. Die Zahlen am Rand des Vortrags beziehen sich auf die Folien.</p>
<p>Anzumerken wäre noch, dass der Vortrag jetzt &#8211; ausgenommen einige sprachliche Überarbeitungen &#8211; fast 8 Jahre alt ist, und insofern wäre es wohl auch an der Zeit, den historischen Teil zu überarbeiten. In den Worten von Rut: &#8220;Ein bisschen eine Enttäuschung, dass das ganze dann doch nur beim Informationsarbeiter landet&#8221;. In der Tat, aber viel weiter habe ich das noch nicht gedacht. Meine Idee wäre, <a title="Wikipedia: Commons Based Peer Production" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Commons-based_peer_production" target="_blank">CBPP</a> als Synthese bzw. Fluchtpunkt der ökonomischen und historischen Argumente weiterzuentwickeln. Aber &#8211; wer was weiss, bitte belehrt mich eines besseren &#8211; die Ökonomie der CBPP ist immernoch weitgehend ungedacht.</p>
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